ATI-Graphik byebye... oder: Die Sache mit dem Lokalpatriotismus

on under asbach
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Nun ist er für mich vorbei, der Leidensweg mit meiner ATI Grafikkarte. (Die direkte Konkurrenz ist recht ersichtlich, möchte aber keine [unbezahlte] Werbung machen).

Seit heute kann ich endlich Desktopeffekte anschalten UND ein Video schauen… ist das nicht unglaublich? – nicht wirklich. So ziemlich alles mögliche habe ich probiert, aber meine alte Graphikkarte lies sich nie dazu überreden,.. warum? Weil die Linuxunterstützung von ATI/AMD etwas… minimal ausfällt.

Da AMD ein großes Werk in Dresden, die FAB36 hat, habe ich bisher bei einer Auswahl meiner PC-Komponenten stets darauf geachtet, etwas aus diesem Hause zu kaufen, zu dem ATI seit einiger Zeit gehört.
Nach meinem Komplettumstieg zu Linux (Ubuntu) vor knapp einem Jahr musste ich allerdings schmerzlich feststellen, dass, ganz im Gegensatz zu sämtlichen anderen Hardwarekomponenten, die ATI-Grafikkarten nicht, “Aus der Kiste” (Out-of-the-box) laufen, ganz im Gegenteil (Ganz unrepräsentative Aussage: hatte hierbei Erfahrungen mit 2 verschiedenen ATI-Grafikkarten).

Der nicht ganz reibungslose Umstieg von ATI auf NVIDIA

Nach EInbau der Grafikkarte hat das BIOS ohne (größere) Probleme (Stichwort: Deaktivierung des internen Graphikchips) die nvidia erkannt. Nach GRUB und etwas Präambel allerdings…
Rausschmiss in einem Busybox-ähnlichem Loginfenster, allerdings mit Geflacker, mit extremen Lag bei Tastatureingaben, welche u.a. die Eingabe des Passworts unmöglich gestalten.
Mein Vorgehen danach war:

  • Reboot, bei Grub “Recovery” des Kernels als Bootoption
  • drop to root shell
    -
    dpkg-reconfigure phigh xserver-xorg
    sudo vim /etc/X11/xorg.conf
    -
    -
    und dort erstmal alles löschen, was radeon/fglrx zu tun hatte (in meinem Fall war ich nach einiger Zeit beim freien “radeon” Treiber hängengeblieben).
    Danach habe ich mich mit links2 auf die Suche begeben :) und gemäß des ubuntuusers-Beitrags zum nvidia-Treiber das nvidia-Paket installiert:

nvidia-glx-185
-

Nach einem Reboot war alles wieder normal :) (in meinem Fall kam ich sogar ohne einen Neustart aus, indem ich einfach “sudo gdm” ausgeführt hatte, nachdem der recovery-Modus normal weitergebootet und mich in einer tty rausgeschmissen hatte).

Fazit:

Ich möchte keineswegs ATI schlechtreden, allerdings hatte ich zumindest bei meinen beiden Graphikkarten alles andere als gute Erfahrungen, und auch in einigen Foren gelesen, dass die Linux-Unterstützung von ATI nicht weit her ist. Ich *hoffe jetzt wird alles besser…^^